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Ernährung ein großes Thema im Sport

Von: Jeversches Wochenblatt 08.06.2019

HANDBALL - Roman Weber versorgt die A-Jugend der HG Jever/Schortens mit Tipps und Tricks

Reiner Schumacher (Schumi) und Roman Weber gehen mit der A-Jugend der HG Jever/Schortens neue Wege. Sie setzen auch Ernährung auf den Trainingsplan. BILD: Thomas Breves

Von Thomas Breves

Mannschaft zeigt Interesse. Eine „Gesund- Ungesund-Schere“ öffnet sich in der Gesellschaft, glaubt Roman Weber.

JEVER/SCHORTENS. Das Thema Ernährung zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Roman Weber. „Ich bin damit aufgewachsen. Meine Mutter ist seit 20 Jahren Ernährungsberaterin. Ich konnte da nicht anders“, sagte er mit Blick auf seine berufliche Karriere. Zertifizierter Ernährungsberater und durchaus ein wenig sportverrückt sind Merkmale, die ihn treffend beschreiben. Neben Chefcoach Reiner Schumacher ist er seit Kurzem Athletiktrainer der A-Jugend-Handballer bei der HG-Jever/Schortens. Klar, sein Wissen über Ernährung gibt er auch dort an die Jungs weiter, ohne dabei ein dogmatischer Prinzipienreiter zu sein. „Jeder der Jungs entscheidet für sich, ob er meine Ratschläge annehmen will. Jeder ist da anders. Ich biete nur Lösungen für die Wehwehchen an,“ erklärt er.

Bücher und wissenschaftliche Abhandlungen über Ernährung füllen mittlerweile kilometerlange Regale. Das Thema an sich kommt aber immer mehr in der Gesellschaft an, stellt Weber fest. Und auch die A-Jugendlichen der HG zeigen reichlich Interesse. „Sie fragen mich häufig, was sie machen können, auch während des Trainings“, sagt der 25-Jährige, der auch schon die Fußballer des VfL Oldenburg und des Wilhelmshavener SC Frisia berät. „Man muss da fachlich kompetent sein“, erklärt Trainer Reiner Schumacher, „die Jungs sind ja auch nicht doof. Die googeln alles.“ Zusammen mit Weber will er eine neue Qualität ins Jugendtraining bei der HG bringen. Ernährung spielt da eine wichtige Rolle. „Wir wollen mit der Mannschaft auch Kochkurse machen, wenn das Interesse bei den Jungs da ist“, erzählt Weber, der schockiert war, als er sah, was manche Jugendliche heutzutage essen und trinken. Insbesondere der hohe Konsum von Energydrinks bereitet ihm Sorgen. „Man muss sich da aber auch nichts vormachen. Es gibt auch Sportler im Hochleistungsbereich, die sich schlecht ernähren.“

Generell glaubt er, dass die Menschen heutzutage grundsätzlich schon auf ihren Nahrungsmittelkonsum achten, wobei die Schere durchaus auseinander geht und sich Extreme bilden. „Es gibt, wie die Reich-Arm-Schere, eine Gesund-Ungesund-Schere“, sagt Weber, „entweder man ernährt sich super gesund oder super ungesund.“ Schlechte Ernährung würde zwar auch funktionieren, „doch nach 40 Jahren beginnt der Körper zu übersäuern. Das ist wie bei einem Motor, der nicht gepflegt wird. Irgendwann geht etwas kaputt“, erklärt er.