In der 52. Minute kippt das Spiel der HG Jever/Schortens II

Von: Jeversches Wochenblatt 20.02.2012

HANDBALL Hohe Fehlerquote und kleiner Kader verhindern Sieg

MARIENHAFE/SV – Die Landesliga-Handballer der HG Jever/ Schortens II hatten eigentlich schon vor der Abfahrt nach Marienhafe ihre Chance auf zwei weitere Pluspunkte verspielt. „Es gab vier kurzfristige Absagen“, berichtete HGCoach Reiner Schumacher. Doch bis zur 52. Minute hielt sich der kleine friesländische Kader bei TuRa Marienhaferecht gut. Erst in der Schlussphase reichten die Kräfte nicht mehr. Der Konzentrationsabbau führte zu einer bitteren 25:26-Niederlage. „Wir wollten dieses Spiel verlegen. Doch die Marienhafer haben unserem Antrag nicht zugestimmt“, ging Trainer Reiner Schumacher auf die personellen Probleme ein. „Wir haben dann doch nach dem Abschlusstraining ein Team zusammengestellt. Es bestand aus elf Feldspielern und zwei Torhütern“, ging Schumacher auf die Ausgangslage ein. „Doch dann fielen vier Spieler kurzfristig aus“, beschrieb er die Situation kurz vor der Abfahrt. „Bereits ein weiterer Rückraumspieler hätte uns sicherlich zum Sieg verholfen“, erläuterte er den Spielverlauf. „Wir haben in der ersten Halbzeit trotz des kleinen Kaders unseren Aufwärtstrend bestätigen können“, sagte der HG-Trainer weiter. Die Gäste führten mehrfach mit vier oder fünf Toren. Zur Pause hatten sie die Nase mit 16:13Toren vorn. TuRa-Trainer Viktor Pliouto forderte seine Schützlinge in der Pause zu einem größeren Engagement auf. Er setzte insbesondere auf die gute Moral seines Teams und vertraute darauf, dass dieses in den entscheidenden Minuten gegen Ende der Partie wieder auftrumpft. Nachdem dies gegen den FC Schüttorf im vergangenen Heimspiel nicht ganz geklappt hatte (28:28-Heimniederlage), nahm er am Sonnabend auch einige taktische Veränderungen vor. Er musste allerdings zunächst bis zur 45. Minute warten, bis sich seine Mannschaft herangekämpft hatte. „Leider sind wir in der Schlussphase in alte Fehler verfallen“ kritisierte Schumacher. „Wir haben im Angriff unsere Chancen nicht konsequent genug verwertet. Dadurch kamen die Gastgeber mehrfach zu leichten Gegentreffer. Ab der 52. Minute kippte das Spiel dann vollends. Wir liefen einem knappen Rückstand hinterher. Bis zum Abpfiff konnten wir die Gastgeber nicht mehr einholen. Dies lag nicht an deren Übermacht, sondern an unserer hohen Fehlerquote“, sagte Schumacher.

 

TuRa Marienhafe - HG Jever/Schortens II 26:25 (13:16) HG Jever/Schortens II: Janssen, Peters im Tor, Köhler (4), Gebbert (9), Dröge (6), Busalski, Laurinat (4), Fritz (1), Wolf (1).